Grundlagen der Biodynamischen Psychologie


Primär- und Sekundärpersönlichkeit
Lebensenergie, Psychoperistaltik und Stethoskop
Die vegetative Selbstregulation
Der vasomotorische Zyklus
Der psychodynamische Prozess
Die Neurose aus biodynamischer Sicht
Auswirkungen abrupter Unterbrechungen des Libidoflusses
Vom Stau zur Libidozirkulation
Abgrenzung der Biodynamik zu anderen Methoden
Die Verantwortung der Therapeutin
Neurosenprophylaxe bei Müttern und Kleinkindern

Die vegetative Selbstregulation:

 

Die vegetative Selbstregulation ist die Fähigkeit des Organismus, sich spontan von unlustvollen Gefühlen und Schreckreflexüberbleibseln zu entladen. Sie ist das erste Prinzip auf dem Weg zur Gesundheit. Die Energie der nervösen Dynamik bei Stresssituationen entlang des Verdauungstraktes, die mit dem gesamten emotionalen System verbunden ist, hat eine aufsteigende Richtung. Es handelt sich um die rote Energie, wenn der Sympathikus aktiviert ist. Im Gegensatz dazu nimmt die Spannungslösung, die mit der Psychoperistaltik verbunden ist, eine absteigende Richtung. Der Parasympathikus ist jetzt aktiv und jetzt fliesst die blaue Energie (Harmonisierung).
Die absteigende Energie des parasympathischen Systems verursacht Entspannung, Euphorie, gute Stimmung und Lustgefühle.
Bei starken Blockierungen kann  die Harmonisierung durch die Aktivierung des Parasympathikus nicht stattfinden.
Grundlage ist das Modell der Stresstheorie und des vasomotorischen Zyklus (s.u.).

Gerda Boyesen fand heraus, dass die Psychoperistaltik umso besser funktioniert, umso mehr der Organismus die Fähigkeit hat, Stress selbsttätig zu regulieren und Stressprodukte und Adrenalin abbauen zu können. Und dies hängt ganz entscheidend davon ab, ob der Mensch eine befriedigende und lustvolle Lebens- und auch Arbeitssituation hat.
Je mehr ein Mensch seine Selbstregulierung grundsätzlich gefunden hat, umso weniger Aufwand braucht es, bis sich die Darmperistaltik öffnet und der Mensch selbstständig zur Entspannung findet. Hinsetzen, Hinlegen oder einer angenehmen Tätigkeit nachgehen kann oftmals schon reichen, um die Darmperistaltik zu initiieren und um die (blaue) harmonisierende Energie wieder fliessen zu spüren.
Gerda Boyesen sucht immer zuerst den „Schlüssel“, eine bestimmte Stelle im Körper, bei deren Berührung sich die Peristaltik öffnet.

Zwei Arten von Spannungsfaktoren können die Psychoperistaltik beeinflussen: Stress aus verdrängten und alten (Kindheits-) konflikten und alten Beziehungsmustern oder alltäglicher Stress, z.B. durch die Arbeitssituation, der sich immer mehr aufbaut.

In der Körpertherapie und Körperpsychotherapie geht es darum, die Psychoperistaltik zur Lösung alter Einschränkungen, Nervosität und Beziehungsmustern zu öffnen.

In der Biorelease - Arbeit und in Selbsthilfegruppen werden Techniken vermittelt, die dem Menschen helfen, alltägliche Stress- und Spannungssituationen zu lösen durch die Aktivierung der Psychoperistaltik.